Zielsetzung des AZ Aachen:
Das AZ sprengte schnell den Rahmen der üblichen, meist subventionierten Kultur. Durch niedrige Eintrittspreise, die allein der Kostendeckung dienen, einem ehrenamtlichen Team von Organisatoren, und der Möglichkeit für andere Gruppen, den Raum in Absprache mit den AZ Machern zu nutzen, entstand eine Kultur, die nicht nur einer zahlungskräftigen oder einseitig motivierten Lobby diente - und zwar aus dem Stand heraus. Die Zielsetzung lautete und lautet: "Förderung der autonomen Kultur"
Offen für viele Arten von Kultur Das AZ ist - wenn auch manche Programmgestaltung dagegen zu sprechen scheint - ein offener Platz für sehr unterschiedliche Kultur geblieben. Ein Rückblick veranschaulicht dies:
Von japanischen Performance-Künstlern, die außer in Aachen nur noch in Nizza und Berlin zu Gast waren, von unzähligen lokalen Bands, die hier ein Forum fanden, sich erstmals einem Publikum (zum Teil als Support einer bekannteren Band) zu präsentieren, von Hip Hop- und Jungle-Kids, die - anstatt am berüchtigten Aachener Bushof abzuhängen - hier eine Plattform fanden, ihre eigene Parties durchzuziehen, ohne von Sozialarbeitern bevormundet zu werden, bis hin zu Punks, Mods, Skins und sogar Freejazzern sowie bildenden Künstlern war und ist das AZ der Ort, indem nahezu alles möglich scheint. Diverse Fachschaften der Uni und der FH nutzten das AZ in der Vergangenheit schon für ihre Veranstaltungen. Der Bunker bot auch jungen Filmemachern, Designstudenten und Künstlern aus Aachen die nötige Location: Lohrmann & Fischer z.B., die mit ihren Filmen mittlerweile einen Kultstatus haben. Es gab eine Ausstellung Aachener Künstlerinen im AZ, Installationen und Performances. Darüberhinaus fanden politische Vorträge und Diskussionsrunden statt, u.a. zur EXPO 2000. Im vergangenen Jahr beteiligte sich das AZ an der Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch in Herzogenrath / Kerkrade - der Bunker am Hbf. wurde für Vorbereitungstreffen und eine Soli-Party genutzt. Proteste von Globalisierungskritikern in Göteborg, Genua und Brüssel unterstütze das AZ durch Soli-Konzerte und Informationsveranstaltungen.
Undogmatisch Hin und wieder wird dem AZ AACHEN der Vorwurf gemacht, einseitig zu sein oder sich ins Unpolitische zurückzuziehen. Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, erkennt jeder, der sich mit dem Laden längere Zeit auseinandergesetzt hat.
Das Autonome Zentrum in Aachen ist vielen Ideen alternativer, linker und linksradikaler Kultur gegenüber offen, erhebt sie aber nicht zum zwingenden Prinzip. (denn Rock N Roll Hören und Biertrinken sind eben nichts Verwerfliches).
Schon oft ist es vorgekommen, dass das AZ AACHEN von zwei Seiten gleichzeitig angegriffen wurde: Von denen der sog. kommerziellen oder hoch subventionierten Kultur, die nicht begreift, welche Zielsetzung das AZ verfolgt, aber auch von "politisch korrekt" agierenden Gruppierungen, die häufig in einer Art Szene-Ghetto dahin siechen.
Das AZ duldet keine wirklich rassistischen oder sexistischen Handlungen, versteht aber sehr wohl in diesem Zusammenhang etwas von Ironie, Zynismus oder Parodie, und traut dies auch den Zuschauern zu.
Mit folgenden Einrichtungen / Organisationen hat das AZ bereits zusammengearbeitet:
Aachener Filmhaus
Aachener Friedenspreis
Antifa Aachen
Attac Aachen
Anti-Kriegs-Bündnis Aachen
Flüchtlingsplenum Aachen
H.O.T. Herzogenrath
Kulturbüro der FH und TH
Raststätte
Malteserkeller
Rotes Büro
u.v.m.