Pressemitteilung zur geplanten Vergrößerung des AZ
Zwei Jahre nach der Wiedereröffnung des AZ ist der Trägerverein "Freunde unabhängiger Kultur in Aachen" seinem mittelfristigen Hauptziel, der Erweiterung der Räumlichkeiten in der Vereinstraße, endlich ein Stück
nähergekommen.
Nachdem der normale Betrieb in den letzten Monaten gerade eben zur Deckung der laufenden Kosten gereicht hatte, konnten durch das große Solikonzert mit anschließender Party am 01.12.2006 endlich noch einmal finanzielle Mittel für das Umbauprojekt erwirtschaftet werden. Ca. 7000 Euro werden für Gutachten, Bauantrag und Baumaterial benötigt, gut 25% davon kamen vergangenen Freitag durch Eintrittsgelder, Getränke- und Essensverkauf sowie diverse Spenden zusammen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Bands, DJs, Organisatoren, Helfer und natürlich an alle Gäste!
Die nächste Soliaktion ist für Anfang Februar geplant. Sollte sie ähnlich erfolgreich verlaufen, kann die Realisierung des Bauprojektes noch im Laufe des kommenden Jahres beginnen.
Abschließend sei nochmals darauf hingewiesen, dass wir ständig interessierte, aufgeschlossene Leute suchen, die bereit sind, uns auf ehrenamtlicher Basis sowohl beim geplanten Umbau als auch beim regulären Betrieb des AZ (Konzerte, Infoabende, Cafés, Parties etc.) zu helfen.
Kommt montags um 21.00h zum Plenum, wir würden uns freuen!
Pressemitteilung zur Wiedereröffnung des Autonomen Zentrums
Nach 2 Jahren Zwangspause ist es endlich soweit: Ab Sa., 13.11., 18.00h ist das Autonome Zentrum (AZ) in Aachen wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Um den Neustart des einzigen unabhängigen, selbstverwalteten Kulturzentrums der Region gebührend zu feiern, hat der Trägerverein ein umfangreiches Programm mit Live-Musik, DJs, Redebeiträgen, Diskussionen, Büchertischen, Essen, Trinken u.v.m. für drinnen und draußen organisiert.
Das 1993 eröffnete AZ am Hauptbahnhof wurde Mitte Oktober 2002 von der Stadt Aachen unerwartet und kurzfristig geräumt und geschlossen. Als offizielle Begründung gab die Stadt bauliche Mängel an. Die Schließung löste Unverständnis und Empörung aus. Eine Welle von Demonstrationen und Protesten gipfelte schließlich in Verhandlungen mit diversen Vertretern der Stadt. Auf Drängen des Trägervereins "Freunde Unabhängiger Kultur in Aachen" und seiner Unterstützer kam ein neues Nutzungskonzept zustande.
Bis zu dessen Umsetzung war es allerdings ein weiter Weg. Die zur Erfüllung der städtischen Auflagen erforderlichen Umbauten waren aufwendig und kostspielig - und mussten selbstverständlich vom eher lose organisierten und mit bescheidenen Mitteln ausgestatteten Verein größtenteils selber durchgeführt werden. Vom Einreichen des Bauantrags bis zur Endabnahme durch den TÜV vergingen so gut 2 Jahre. Umso größer ist nun die Freude über die bevorstehende Wiedereröffnung.
Allerdings hat der Verein bestenfalls ein Etappenziel erreicht: Laut der aktuellen Bestimmungen darf nur ein kleiner Teil der weitläufigen unterirdischen Bunkeranlage genutzt werden; zu Veranstaltungen sind maximal 100 Personen zugelassen. Dies stellt einen riesigen Rückschritt gegenüber sämtlichen alten Regelungen dar und kann auf Dauer keine Lösung sein.
Der Bedarf an nichtkommerziellen Einrichtungen sowie kulturellen und politischen Freiräumen in Aachen ist groß - das haben nicht zuletzt die Hausbesetzungen und Reclaim-The-Streets-Aktionen der letzten beiden Jahre gezeigt. Selbst wenn das AZ wieder komplett genutzt werden könnte, blieben von vielen Seiten Forderungen nach überirdischen Räumen zur Einrichtung eines Sozialen Zentrums bestehen.